Dr. med. Cornelia Hediger
Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie FMH


Netzwerkarbeit mit involvierten Fachpersonen

1. Netzwerkarbeit ist wichtig, um ein Kind oder einen Jugendlichen gut unterstützen zu können.

Nach Absprache mit dem Kind/Jugendlichen und dessen Eltern gibt es – falls alle einverstanden sind – folgende Möglichkeiten:
–   Gemeinsame Standortgespräche zusammen mit anderen involvierten Fachpersonen
–   Austausch per Telefon/E-Mail mit anderen involvierten Fachpersonen

2. Netzwerkarbeit im Sinne einer Vernetzung zwischen den verschiedenen Fachpersonen und Fachstellen des PIZ aus der Sicht der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Einige Beispiele:

2.1. Zusammenarbeit mit der Erwachsenenpsychiaterin und der Psychologin
–   Bei überlasteten Müttern/Vätern oder wenn ein Elternteil psychisch krank ist.
–   Wenn Eltern für sich selbst Unterstützung brauchen, um anstehende Veränderungen
     zu bewältigen und neue Perspektiven zu erhalten.
–   Erhalten die Eltern oder ein Elternteil Unterstützung, so wird das Kind oder der
     Jugendliche entlastet und hat wieder mehr Energie für sein eigene Entwicklung.

2.2. Zusammenarbeit mit dem Lerncoaching
Bei Schulleistungsproblemen: Unterstützung der Kinder/Jugendlichen durch gutes individuelles Lerncoaching. Durch Verbesserung der Schulleistung gibt es oft Entspannung im Familienalltag. Dies wiederum kann beim Kind eine Stimmungsaufhellung zur Folge haben.

2.3. Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendfachstelle Aaretal
Bei ungenügender Freizeitstruktur. Bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Jugendlichen und ihre Eltern in Bezug auf Finanzen: Budgetberatung

2.4. Zusammenarbeit mit der Berner Gesundheit (Stiftung für Gesundheitsförderung und Suchtfragen)
Eine Suchtmittelabhängigkeit kann die ganze Familie belasten. Suchtberatung und
-therapie für Eltern, Jugendliche (Alkohol, Tabak, Cannabis, neue Medien, Glücksspiel usw.)